03.02.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Zweierlei Maß

Während Posada Carriles geschont wird, sitzen fünf Kubaner seit mehr als zwölf Jahren im Gefängnis

Im Herbst 2000 begann in Miami der Prozeß gegen fünf Kubaner, die rechtsextreme Gruppierungen im US-Bundesstaat Florida unterwandert hatten, um Anschläge gegen ihr Heimatland zu verhindern. Die Anklage warf Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, Ramón Labañino, Fernando González und René González insgesamt 26 Vergehen vor, darunter Spionage und Verschwörung. Gerardo Hernández wurde sogar wegen Mord zu zweimal lebenslänglich plus 15 Jahren Haft verurteilt, obwohl niemand behauptete, daß die fünf jemanden umgebracht hätten. Doch dem Gericht reichte die Vermutung, daß Hernández durch seine Berichte zum Abschuß von zwei Flugzeugen der antikubanischen Organisation »Brothers to the Rescue« im Jahr 1996 beigetragen hatte. Die Gruppierung hatte zuvor immer wieder Flugzeuge in den Luftraum der Inselrepublik eindringen lassen, die im Tiefflug über Havanna hinwegbrausten und Flugblätter abwarfen. Da dies auch Bomben hätten sein...

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