23.12.2010 / Inland / Seite 2

»Wir haben eine erfreulich gute Faktenlage«

Illegaler Waffenexport? Staatsanwaltschaft durchsuchte Rüstungsfirma Heckler & Koch. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin

Gitta Düperthal
Jürgen Grässlin ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.)

Sie hatten Strafanzeige gegen den Rüstungskonzern Heckler & Koch (H&K) in Oberndorf/Neckar gestellt, weil er im Verdacht steht, G36-Sturmgewehre verbotenerweise in die mexikanischen Unruheprovinzen Chiapas, Chihuahua, Jalisco und Guerrero geliefert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat daraufhin am Dienstag Räume der Firma durchsucht. Wie haben Sie davon erfahren?

Wir wurden auch erst durch Medienberichte darauf aufmerksam, daß die Staatsanwaltschaft mit 20 Beamten Geschäftsräume von H&K durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt hat. Meine Strafanzeige wegen Verdachts des Bruchs des Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetzes hatte der Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer bereits im April 2010 eingebracht. Wir berufen uns dabei auf Informationen eines Insiders, der bei H&K gearbeitet hat und die Machensch...

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