16.11.2010 / Ausland / Seite 7

Durch besetztes Land

Israel plant Eisenbahnlinie von Tel Aviv nach Jerusalem. Palästinensische Gemeinden und Anwohner kündigen Widerstand an

Karin Leukefeld, Damaskus
In nur 28 Minuten sollen Israelis in Zukunft zwischen Tel Aviv und Jerusalem hin- und herpendeln können, einziger Halt dazwischen soll der Ben-Gurion-Flughafen sein. Das ist die Planung der Staatlichen Israelischen Eisenbahn, die mit Hilfe der Deutschen Bundesbahn und anderer internationaler Unternehmen eine Schnellbahntrasse durch besetztes palästinensisches Land bauen will. Die Bundesbahn soll für den Strom sorgen, die Moskauer Metrostroy soll den Tunnelbau übernehmen, eine italienische Firma die Strecken durch palästinensisches Agrarland legen. Die Planung liegt bei der US-Firma Parsons Brinckerhoff, die dem britischen Finanzhaus Balfour Beatty gehört. Auch das schweizerische Bauunternehmen HBI Haerter und Pizzarotti ist mit von der Partie. Das Projekt ist nicht neu. Seit sechs Jahren wird gebaut, die Kosten werden auf zwei Milliarden US-Dollar geschätzt.

Israelische Umweltschützer sorgen sich um die Naturzerstörung, die das Projekt in den...

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