29.10.2010 / Ausland / Seite 7

Der Stachel des Gesetzes

US-amerikanische Staatsprovokateure inszenieren »Terroranschläge«, um Furcht und Schrecken vor dem »weltweiten Dschihad« zu schüren

Knut Mellenthin
Aus den USA wird erneut eine »sting operation« des FBI gemeldet. Gemeint ist eine von Agenten der Bundespolizei in Szene gesetzte »terroristische Verschwörung«. Der Begriff kommt vom Wort »sting«, das als Substantiv Stachel und als Verb anstacheln, jemanden zu etwas veranlassen, bedeutet. Solche Operationen, bei denen naive Menschen von Agenten in angebliche Anschlagpläne verwickelt und machmal sogar mit nicht funktionsfähigen »Bomben« ausgerüstet werden, finden in den Vereinigten Staaten regelmäßig statt. Sie sollen die Furcht schüren und wachhalten, daß eine zunehmende Zahl von Einwohnern der USA bereit sei, sich am »weltweiten Dschihad« zu beteiligen.

Am Mittwoch wurde die Verhaftung eines 34jährigen Mannes aus Ashburn, Virginia, einem Vorort der Hauptstadt Washington, gemeldet. Farooque Ahmed ist US-Bürger pakistanischer Abstammung, verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Aus der Anklageschrift geht hervor, daß sich Agenten des FBI und mö...

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