26.10.2010 / Ansichten / Seite 8

Wem nützt es?

Wikileaks-Dokumente zum Irak-Krieg

Rainer Rupp
Die Auseinandersetzung zwischen der Internet-Enthüllungsseite WikiLeaks und dem Pentagon über die Veröffentlichung von 400000 angeblichen Geheimdokumenten hat in den letzten Tagen weltweit die Schlagzeilen dominiert. Inzwischen sollen 120 Experten für das Pentagon den für die US-amerikanische Sicherheit entstandenen Schaden bemessen. Der allerdings scheint eher vernachlässigbar, denn die WikiLeaks-Dokumente waren solche der niedrigsten Geheimhaltungsstufe, was etwa »nur für den Dienstgebrauch« entspricht. Auch die Namen der Akteure, die offensichtlich in die in den Dokumenten beschriebenen Kriegsverbrechen verwickelt waren, waren von WikiLeaks oder von dem Lieferanten geschwärzt. Daher kann niemand zur Verantwortung gezogen werden. Zudem stimmt es, wenn das Pentagon erklärt, daß es sich bei dem in den Papieren Dargelegten lediglich um Ereignisse handele, die bereits durch Nachrichtenmeldungen, Bücher und Dokumentarfilme bestens ausgeleuchtet worden seien.
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