31.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Krebs in Falludscha

Aufsehenerregende Studie: Zur Hinterlassenschaft der US-Armee im Irak gehören die Folgen des Einsatzes von Uranmunition

Karin Leukefeld, Damaskus
Vorgeblich soll am heutigen Dienstag der sogenannte US-Rückzug aus Irak beendet sein. Und obwohl es nichts zu feiern gibt, wird das Ereignis propagandistisch gewürdigt. Unter anderem sind eine Rede von Präsident Barack Obama in Washington sowie verschiedene »Feierlichkeiten«. Was bleibt, sind 50000 amerikanische Besatzungssoldaten, die angeblich zur Ausbildung irakischer Soldaten und Polizisten eingesetzt werden, jedoch jederzeit auch militärisch zuschlagen können. Was bleibt, sind Zerstörung, Massenfluchten, eine politisch fragile Lage, die alltägliche Angst und das unermeßliche Leid der Opfer. Es hält an.

Zum Beispiel Falludscha. Die Stadt liegt etwa 50 Kilometer westlich von Bagdad und war ab März 2004 von US- und irakischen Truppen belagert und zerschossen worden. Grund war die besondere Wut der Einwohner auf die Besatzungstruppen. Sie begann am 28. April 2003. Damals forderten etwa 200 Einwohner, daß amerikanische Soldaten eine örtliche ...

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