19.08.2010 / Inland / Seite 8

»Da werden traumatische Erlebnisse wieder wach«

Ein Menschenrechtler aus Benin soll in seine Heimat abgeschoben werden – möglicherweise gefährdet das sein Leben. Ein Gespräch mit Mbolo Yufanyi

Gitta Düperthal
Mbolo Yufanyi ist einer der Sprecher der Flüchtlingsorganisation »Die Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten«. Gemeinsam mit der Flüchtlingsinitiative Möhlau/Wittenberg organisieren sie eine Kampagne für deren Begründer Salomon Wantchoucou

Die Flüchtlingsorganisationen »Karawane« und »The Voice« wollen verhindern, daß der 37jährige Menschenrechtler Salomon Wantchoucou aus Benin am 26. August an einer Sammelvorführung in der Ausländerbehörde von Berlin teilnehmen muß – in Gegenwart von Diplomaten aus Benin soll dort zwecks Abschiebung seine Identität überprüft werden. Sie behaupten, die Behörde gefährde damit sein Leben – warum ist das so gefährlich?

Salomon ist ein Kritiker der Beninschen Politik. Er mußte fliehen, weil er 2001 in Opposition zu Benins damaligem Militärdiktator Mathieu Kerikou stand und die korrupten Machenschaften in dem afrikanischen Land bekämpft hat. In dieser Zeit wurde ein Attentat auf ihn verübt &nd...

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