06.08.2010 / Ausland / Seite 6

Strafmaßnahmen werden internationalisiert

USA verhängen weitere Sanktionen gegen Iran und verstärken Druck auf Verbündete

Knut Mellenthin
Die US-Regierung hat weitere einseitige Sanktionen gegen den Iran verhängt. Gleichzeitig entsandte sie Vertreter nach Japan, Südkorea und in andere Ländern, um eine möglichst vollständige Internationalisierung ihrer Strafmaßnahmen durchzusetzen. Das erklärte Ziel der US-Regierung besteht darin, Iran von allen wirtschaftlichen und finanziellen Kontakten zum Ausland abzuschneiden.

Die am Dienstag vom Finanzministerium bekanntgegebenen Sanktionen werden nicht nur mit dem Atomstreit, sondern auch mit der »Unterstützung terroristischer Organisationen« durch den Iran begründet. Als solche gelten namentlich die libanesische Hisbollah und die palästinensische Hamas. Durch die neuen Maßnahmen wird noch deutlicher, daß die Konfrontationsstrategie der US-Regierung sich gegen die gesamte Politik Irans richtet. Daran könnten auch iranische Zugeständnisse auf einzelnen Gebieten, beispielsweise im Atomstreit, nichts mehr änder...

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