01.07.2010 / Ausland / Seite 6

Der König kehrt zurück

Die Demokratische Republik Kongo feiert 50 Jahre Unabhängigkeit mit Albert II

Raoul Wilsterer
In Kinshasa, das bis 1966 nach dem ersten belgischen Kolonialherrscher »Léopoldville« hieß, wurde am Mittwoch gefeiert. Vor genau 50 Jahren, so benannten die Bürgermedien im Vorfeld unisono den Anlaß, sei die Demokratische Republik Kongo (DRK) »in die Unabhängigkeit entlassen« worden. Das ist historisch gesehen Unsinn. Lediglich das Datum stimmt, doch gingen diesem über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren heftige Kämpfe, Großdemonstrationen und Streiks gegen die verrottete Kolonialmacht Belgien voraus. Erst an dessen Ende sah sich Brüssel gezwungen, klein beizugeben – was nicht heißt, daß die alte Herrschaft letztlich gebrochen wurde. Das demonstrierte gestern insbesondere die Anwesenheit von Albert II. in Kinshasa. Der belgische König nahm als Gast an den Festivitäten teil. Er war zuvor mit einer Ehrenformation der kongolesischen Armee empfangen und von Präsident Joseph Kabila herzlich begrüßt worden.

Die ehemals Mächtigen sind wieder ...

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