16.06.2010 / Inland / Seite 2

»Ausladung von Finkelstein hat wachgerüttelt«

Antiimperialisten in der Linkspartei zeigen Flagge. Kritik an Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ein Gespräch mit Paul Grasse

Werner Pirker
Paul Grasse ist Mitglied der Arbeitsgruppe »Marx 21« in der Partei Die Linke

Was hat Sie dazu bewogen, Ende Mai in Haifa an einer Konferenz für einen demokratischen Staat in ganz Palästina teilzunehmen?

Vor ungefähr zehn Jahren habe ich erstmals mehr über die Situation der Palästinenser in Israel erfahren. Ich meine, daß dies den Kern des zionistischen Projekts berührt. Die vielfältige Diskriminierung der israelischen Araber zeigt, daß Israel keine Demokratie ist. Deshalb erwarte ich mir von einer Zweistaatenlösung auch keine Lösung im Sinn eines gleichberechtigten Zusammenlebens.

Die von Ihnen vertretene Position dürfte in der Linkspartei nur wenige Anhänger haben. Abgesehen davon, daß sich in Ihrer Partei auch offene Parteigänger des Zionismus befinden –Positionen, die über die Zweistaatenlösung hinausgehen, sind doch so gut wie tabu.

Dennoch glaube ich, daß das Problembewußtsein wächst. Die Vorfälle um die Absage einer Veranstaltung mit dem israe...

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