29.05.2010 / Ausland / Seite 7

Treffpunkt Ostmittelmeer

Neun Schiffe mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Gaza. Israel droht, die »Freiheitsflotte« zu stoppen und umzuleiten. Verhaftungen angekündigt

Karin Leukefeld
Die Palette der über 10000 Tonnen Hilfsgüter für den von Israel blockierten Gazastreifen ist breit: Zement, Eisen, Kachelkleber, ganze Fertighäuser, Rollstühle, Krankenhausbetten, Wasseraufbereitungsgeräte, Schulmaterialien, Spielzeug, Medikamente, Verbandstoffe und medizinische Geräte gehören dazu. Die neun Schiffe, auf denen sie, begleitet von etwa 700 Friedensaktivisten aus aller Welt, transportiert werden, sollten sich am Freitag im östlichen Mittelmeer treffen, um von dort aus in palästinensische Hoheitsgewässer einzufahren und im Hafen von Gaza-Stadt die Ladung zu löschen. «Wir befinden uns in internationalen Gewässern auf hoher See vor Zypern», sagte am Freitag eine der Organisatoren, Audrey Bomse.

Ob alles nach Plan verlief, war bei jW-Redaktionsschluß am Freitag abend noch nicht entschieden. Allerdings hatte Israel, das seit 2007 den Gazastreifen belagert, angekündigt, die Schiffe auf alle Fälle zu stoppen. Es werde den Funkverkehr lahmlegen und...

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