18.05.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Atomwaffenfreie Zone

Ägyptens Regierung verstärkt Offensive für Verbot von Kernwaffen im Nahen Osten. Israel soll Sperrvertrag beitreten

Fareed Mahdy, Istanbul (IPS)
Ägypten hat mit Unterstützung arabischer Staaten und der Türkei seine bald 40jährigen diplomatischen Bemühungen intensiviert, die Krisenregion Nahost von Massenvernichtungs- und insbesondere Atomwaffen zu befreien. Bereits vor Beginn der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT), die vom 3. bis 28. Mai in New York stattfindet, bedauerte die Regierung in Kairo in einem Papier an alle Teilnehmerstaaten die fehlenden Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Resolution von 1995, die vorangegangene Resolutionen über die nukleare Abrüstung der Region bestätigt hatte. Ägypten setzt sich derzeit dafür ein, daß sich alle Nahost-Staaten im kommenden Jahr zusammenfinden, um sich auf ein formelles Abkommen zu verständigen, in dem sie sich zu einer wirksamen nuklearen Abrüstung der Region verpflichten.

Israel ist das einzige Land in der Region, das im Besitz von Atombomben ist. Es soll über 200 atomare Sprengsätze verfügen – das sind doppelt so viele ...

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