01.04.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

50 Jahre für den Frieden

Ostermärsche in rund 70 Städten geplant. Hauptforderungen sind die Abschaffung der Atomwaffen und der Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan

Reimar Paul
Der erste Ostermarsch in der Bundesrepublik Deutschland dauerte vier Tage. Von Braunschweig, Hannover und anderen niedersächsischen Städten machten sich Ostern 1960 mehrere hundert Demonstranten zum Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in der Lüneburger Heide auf, wo die US-Armee damals neue Trägerraketen für Atomwaffen testete. Außer gegen Regen und Schlamm mußten die Ostermarschierer damals auch gegen Propaganda von oben ankämpfen: SPD-Chef Erich Ollenhauer wähnte die Demonstranten unter der »Einwirkung sowjetzonaler Propaganda«. DGB-Bundesvorstand Willi Richter sprach von »politisch undurchsichtigen Kräften und Hintermännern«.

Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stieg von mehreren hundert im Jahr 1960 auf 300000 im Jahr 1968 an. Unter den Organisatoren und Unterstützern befanden sich insbesondere Theologen, Pädagogen, Gewerkschafter, Vertreter von Jugend- und Studentenorganisationen sowie Hochschullehrer und Künstler. Die Tradition, zu ...

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