08.03.2010 / Inland / Seite 2

»Kritiker der Besatzungspolitik unerwünscht«

Israel verweigert Aktivisten der Palästina-Solidarität die Einreise. Ein Gespräch mit Andreas P

Gitta Düperthal
Der Hamburger Andreas P. ist aktiv in der Palästina-Solidarität und unterstüzt die Arbeit der Gruppen »Anarchists against the wall« in Israel und »International Solidarity Movement«

Ihnen ist die Einreise nach Israel verweigert worden. Man unterzog Sie an der Grenze einem Verhör, ließ Sie weder mit einem Anwalt noch mit der deutschen Botschaft telefonieren und nahm Sie zwei Tage lang in Abschiebehaft. Dann wurden Sie abgeschoben und mit einem Einreiseverbot für zehn Jahre belegt. Sind Ihnen die Gründe bekannt?

Man hat mir keine genannt – aber aufgrund der Fragen, die man mir beim 30minütigen Verhör gestellt hat, gehe ich davon aus, daß es politische Gründe für meine Abschiebung gibt. 2007 war ich in der Westbank und habe mit »Anarchists against the wall« zusammengearbeitet. Ich nehme an, daß die israelischen Behörden deshalb verhindern wollen, daß ich wieder einreise. Ihre Fragen zielten auf meine Zusammenarbeit mit politischen Gruppen ab, beispiels...

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