12.02.2010 / Feuilleton / Seite 12

Mehr als Obst und Gemüse

»Neukölln unlimited« von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch über eine Familie, der seit ­sechzehn Jahren Abschiebung droht

Elsa Köster
Wir helfen Ihnen bei der Rückkehr in Ihr Heimatland.« Mit diesem Schild begrüßt die Ausländerbehörde in Berlin-Neukölln zynisch ihre unfreiwilligen Besucher. Der Stadtteil ist bekannt für seinen hohen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund, für Bandenkriege und Kriminalität, Rütli-Schule und was sonst noch herhalten kann, um die Diskussion über Integration in der BRD anzuheizen. Der Dokfilm »Neukölln unlimited« erzählt im Prinzip die gleiche Geschichte, nur aus anderer Perspektive. Aus einem Neukölln, in das sich deutsche Kartoffelfresser noch nicht integrieren konnten.

Im Zentrum des Films steht die Familie Akkouch. Seit 16 Jahren ist sie von der Abschiebung bedroht, 2003 wurde sie bereits einmal in den Libanon abgeschoben. Um einen unbefristeten Aufenthaltstitel zu bekommen, wollen die Geschwister Lial und Hassan den Lebensunterhalt der Familie unabhängig von staatlicher Hilfe sichern. Genau wie der jüngere Bruder Maradona sind sie b...

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