16.12.2009 / Antifa / Seite 15

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Der Internetriese Google plaziert NPD-Werbung auf Onlineportalen großer Medien – und ignoriert damit die eigenen Werberichtlinien. Doch die betroffenen Verlage wehren sich

André Lenthe
Der Hinweis auf der Internetseite des Hamburger Abendblattes suggeriert Seriösität. »Kostenlos jeden Samstag per EMail Objektiv über die NPD informieren«, steht in etwas eigenwilligem Deutsch direkt unter einem redaktionellen Bericht über die rechtsextreme Partei. Wer auf den Button klickt, landet auf der Website der NPD und erfährt dort, daß die Truppe derzeit eine Kampagne unter dem Motto: »Danke, Schweiz –Minarettverbot auch hier« gestartet hat. Kein Einzelfall. Seit einigen Wochen wirbt die NPD auf den Internet­angeboten großer Zeitungshäuser für ihren »Wochenbrief«. Dabei nutzt sie »Ad-Sense«, einen Werbedienst der Internetsuchmaschine Google. Das Angebot stellt inhaltsbezogene Reklame zur Verfügung, die automatisch erzeugt wird. Dank Google gelingt es der NPD, Werbung auf prominenten Anzeigenplätzen zu veröffentlichen. Bei der Süddeutschen Zeitung beispielsweise oder beim Axel-Springer-Verlag. Auch andere Internetportale haben »Ad-Sense« in ih...

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