04.12.2009 / Ausland / Seite 6

Israel schafft Fakten

Tel Aviv bürgert fast 5000 Palästinenser aus Ostjerusalem aus

Karin Leukefeld
Israel hat im Jahr 2008 insgesamt 4577 im Ausland lebenden Palästinensern ihr Wohnrecht für Ostjerusalem entzogen. 99 der Ausgebürgerten sind Kinder unter 18 Jahren, berichtete am Dienstag die israelische Menschenrechtsorganisation HaMoked, die sich für die Rechte von Palästinensern in den besetzten Gebieten stark macht. In den 40 Jahren zwischen 1967 und 2007 wurden insgesamt 8558 Palästinensern ihre Ausweispapiere entzogen.

Wer durch die israelische Besatzung von Ostjerusalem 1967 nicht vertrieben wurde oder floh, hatte die Wahl zwischen der israelischen Staatsangehörigkeit und dem Wohnrecht. Die Mehrheit lehnte die Staatsangehörigkeit ab. Im Laufe der Besatzung verschlechterte sich die Lebenssituation für Palästinenser in Ostjerusalem, viele schickten ihre Kinder ins Ausland, wo sie studierten, arbeiteten und Familien gründeten. Nach israelischem Besatzungsrecht verlieren palästinensische Einwohner von Ostjerusalem ihr Wohnrecht, wenn sie ...

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