28.11.2009 / Inland / Seite 4

Ude hätte genauso gehandelt

Münchens Oberbürgermeister verteidigt Auftrittsverbot für israelischen Historiker

Rolf-Henning Hintze
Im Konflikt um das Raumverbot der Stadt München für eine Veranstaltung mit dem regierungskritischen israelischen Historiker Ilan Pappe hat jetzt erstmals auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) Position bezogen. Ude, der wegen des Vorgehens der Stadt eine Reihe empörter Briefe erhielt, hat einem der Absender geantwortet, er selbst hätte wegen eines Auslandsaufenthalts nichts mit der Entscheidung zu tun gehabt. Wäre er jedoch damit befaßt gewesen, hätte er der Veranstaltung mit Professor Pappe im Pädagogischen Institut nicht zugestimmt, heißt es in Udes Schreiben, das der jW vorliegt. Er sei der Meinung, schreibt Ude, »daß sich die Stadt München bei internationalen Konflikten wie zwischen Serben und Kroate...

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