12.11.2009 / Ausland / Seite 6

Tötung »aus Versehen«

Israels Armeechef weist Vorwürfe wegen Gaza-Kriegsverbrechen zurück

Karin Leukefeld
Der Ton, mit dem zur Zeit israelische Politiker und Militärs vor Angriffen aus Libanon und Gaza warnen, nimmt an Schärfe zu. Am Dienstag absolvierte Tel Avivs Armeechef vor dem Außenpolitischen und dem Verteidigungsausschuß des Parlaments einen Auftritt, der zu denken gibt. Dort behauptete Generalleutnant Gabi Ashkenazi, sein Militär hätte keine Verbrechen gegen Zivilisten während des Gazakrieges begangen. Weder hätten die Soldaten absichtlich Frauen oder Kinder angegriffen, noch gebe es irgendwelche Beweise dafür, daß die Soldaten geplündert oder vergewaltigt hätten. »Wir sind keine Armee von Plünderern und Räubern«, sagte Israels oberster Soldat bei einer Anhörung, die sich mit den Vorwürfen aus dem Goldstone-Bericht befaßte.

Der Bericht hatte Hinweise auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowohl auf seiten Israels als auch von palästinensischen Militanten festgestellt. Auf dieser Grundlage hatte in der vergangenen Wo...

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