27.10.2009 / Ausland / Seite 7

Gute Reden reichen nicht

International wächst die Kritik an der israelischen Regierung

Karin Leukefeld
Der israelisch-palästinensische Konflikt könne nicht gelöst werden und die Leute sollten sich daran gewöhnen, erklärte der israelische Außenminister Avigdor Lieberman Anfang Oktober, kurz vor seinem Treffen mit dem US-Sondervermittler für den Friedensprozeß im Mittleren Osten, George Mitchell. In der arabischen Welt stießen diese Äußerungen Liebermans auf scharfen Protest. Ägypten kündigte an, Lieberman werde aus Kairo keine Einladung für das im November in Istanbul geplante Außenministertreffen der Mittelmeerunion erhalten, das von Ägypten und Frankreich vorbereitet wird. Nur ein Vertreter werde akzeptiert. In Israel wies man die Kritik aus Kairo zurück. Nicht Lieberman sei das Problem, sondern die Weigerung der arabischen Staaten, mit Israel über normale Wirtschaftsbeziehungen zu diskutieren.

»Lippenbekenntnisse« seien nicht genug, kritisierte jedoch auch die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, die israelische Regierung...

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