09.10.2009 / Ausland / Seite 7

Provokation in Jerusalem

Auseinandersetzungen zwischen jüdischen Siedlern und palästinensischen Gläubigen auf dem Tempelberg spitzen sich weiter zu

Karin Leukefeld, Amman
Weitgehend unbeachtet von westlichen Medien verschärft sich seit Tagen im von Israel besetzten Ostjerusalem die Situation um die Al-Aksa-Moschee. Zum Schutz des jüdischen Laubhüttenfestes Anfang Oktober, zu dem rund 30000 Besucher aus aller Welt zu einem traditionellen Umzug durch Jerusalem angereist waren, blockierten rund 2000 israelische Polizisten den Zugang zur Moschee auf dem Haram Al-Scharif (Tempelberg) für männliche Muslime unter 50 Jahren. Unmittelbar unterhalb der Moschee liegt die von jüdischen Gläubigen verehrte Klagemauer (Westmauer). Man wolle dafür sorgen, daß keine Steine auf jüdische Gläubige geworfen würden, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld das massive Polizeiaufgebot. »Feindliche Elemente schüren Gewalt«, so Rosenfeld.

Ende September war es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, nachdem eine Gruppe jüdischer Siedler demonstrativ in die Moschee eingezogen waren und palästinensische Gläubige auf dem Gelände sich ...

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