08.10.2009 / Ausland / Seite 6

Massaker im Süden Perus

Wirtschaftspolitik der Regierung ohne Rücksicht auf Interessen der Indigenen

Benjamin Beutler
Bei einem Massaker in der Gemeinde Chacayaje im Südosten Perus sind am vergangenen Wochenende mindestens zehn Einwohner getötet worden, als Vermummte in eine Bergarbeiterversammlung stürmten und in die Menge der rund 300 Anwesenden schossen. »Wären die Kugeln nicht ausgegangen, dann hätten sie uns alle getötet«, berichtet eine Überlebende aus der Gemeinde, die in der traditionellen Bergbauregion Puno liegt. Bei den Angreifern soll es sich um Angestellte einer privaten Goldmine aus der benachbarten Gemeinde Ayabaca handeln. Die mit großkalibrigen Schußwaffen ausgestatteten Maskierten hätten das Revier ihrer Chefs gegen den Zugriff der Nachbargemeinde markieren wollen, so Beobachter. Diese vermuten hinter den Morden den Bürgermeister und Eigentümer der Goldmine, Roger Saya, sowie den Kongreßabgeordneten Tomás Cenzano Sierralta, dem enge Verbindungen zum peruanischen Präsidenten Alan García nachgesagt werden. Seinen Sitz im Kongreß verdanke er nur hohen Spen...

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