07.10.2009 / Thema / Seite 10

Für Frauen lebensgefährlich

Neuartige Antibabypillen des Pharmakonzerns Bayer-Schering werben mit Lifestylefaktoren wie Gewichtsreduzierung und Aknebehandlung. Wegen schwerster Nebenwirkungen wie Embolien und Thrombosen kam es bisher zu mindestens 50 Todesfällen

Philipp Mimkes
Tanya Hayes litt seit ihrem elften Lebensjahr unter Akne. Die 24jährige Studentin ließ sich das Verhütungsmittel »Yasmin« verschreiben, da die Werbung für das Präparat eine positive Wirkung auf Hautausschläge versprach. Vier Monate nach der Einnahme von Yasmin, 2008, klagte die junge Frau plötzlich über Atembeschwerden und starken Husten, nahm diese Gesundheitsstörungen aber nicht allzu ernst. Wenig später folgte der Zusammenbruch: Auf einem Restaurantparkplatz versagte der Kreislauf, und knapp fünf Stunden später war Tanya Hayes tot. Die Notärzte diagnostizierten eine Lungenembolie infolge von verdicktem Blut »verursacht durch Faktoren, die mit der Einnahme von Verhütungsmitteln zusammenhängen«.

Die Schwerstbehinderung der 18jährigen Cé­­line hängt ebenfalls mit der Einnahme von Yasmin zusammen. Die Schweizerin erlitt eine Lungenembolie, die das Gehirn von der Sauerstoffzufuhr abschnitt. Seither ist der Teenager ein Pflegefall, unfähig, sich zu artikuli...

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