24.08.2009 / Feuilleton / Seite 12

Bis die Schwarte kracht

In einem neuen Roman erscheint der tibetische Buddhismus als das ­faschismuskompatible Psychopathensystem, das er ist. Leider gibt es dann noch einen SS-Sturmbannführer, der Lara Croft und Indiana Jones gegen Killermönche hilft

Colin Goldner
Mysterythriller haben Hochkonjunktur. Allein Dan Browns immergleiche Mixtur aus Illuminaten-, Templer- und Gralsrittermythen, verquickt mit frei daherphantasierten Weltverschwörungsgeschichten samt der für erfolgreiche Trivialliteratur unverzichtbaren Elemente aus Sex and Crime auf jeweils Hunderten von Druckseiten ausgewalzt, scheint Garant zu sein, Bestsellererfolge einzufahren. Grund genug jedenfalls für einen Frankfurter Jungautor, der aus nicht bekanntem Grunde unter Pseudonym publiziert, sich exakt nach Brownschem Rezept an einem eigenen Thriller zu versuchen: »Das Tibetprojekt« ist die erste Buchveröffentlichung des als »Tom Kahn« firmierenden Autors.

Der Unterschied zu Browns »Diabolus«- oder »Sakrileg«-Schwarten liegt im Ort des Geschehens: Bei Kahn geht es nicht um das finstere Unwesen, das die katholische Kirche seit dem Mittelalter bis herauf in die Jetztzeit betreibt, vielmehr geht es um die Abgründe des tibetischen Buddhismus. Schauplatz, a...

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