08.08.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Als Journalist in der Hölle

Wie der seit Jahrzehnten im Todestrakt Gefangene seine Artikel verfaßt. Wie er sich gegen Schikanen wehrt. Und wie das Leben im Knast manches Mal die ganz bitteren Themen liefert

Mumia Abu-Jamal
Wie in jeder Wochenendausgabe veröffentlicht junge Welt auch heute Mumia Abu-Jamals Kolumne – die 450. in Folge seit dem 16. Dezember 2000. In dem Text, der diesmal den doppelten Umfang hat, erläutert der jW-Kolumnist seine Arbeitsbedingungen im Todestrakt der US-Strafanstalt Greene in Waynesburg, Pennsylvania.
Als junger Reporter für einen Lokalsender des National Public Radio (NPR), einem in den USA landesweit ausgestrahlten öffentlichen Hörfunknetzwerk, gehörten Wohnungsprobleme zu meinen Themen. In Philadelphia, der ältesten Stadt der Vereinigten Staaten, war kein Mangel an Geschichten über schlechte Wohnverhältnisse. Das war mein Revier. Ganze Stadtviertel wurden dem permanenten Verfall preisgegeben, vor allen in den Stadtteilen, in denen Schwarze, Puertoricaner und arme Weiße lebten. Es sind natürlich gerade diese Geschichten, die einem beim Blick zurück die Vergangenheit deutlicher in Erinnerungen geblieben sind als der Rest.

Obw...

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