18.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Schluß mit Appeasement

Nach US-Außenministerin Clinton verschärft auch Pentagon-Chef Gates den Ton gegen Teheran. Begleitet wird Washingtons Drohkampagne von CIA-finanzierten Exiliranern

Rüdiger Göbel
Binnen weniger Tage haben zwei Mitglieder der Regierung von US-Präsident Barack ­Obama vor »Nuklearambitionen« Irans gewarnt. Pentagon-Chef Robert Gates bezeichnete Teherans Streben nach nuklearer Aufrüstung als eine der größten Herausforderungen für die internationale Sicherheit. Der Iran beunruhige ihn besonders, weil es in der Frage wenig Optimismus gebe, erklärte der US-Verteidigungsminister am Donnerstag (Ortszeit) in Chicago. Nicht nur die iranischen Nuklearambitionen stellten eine Gefahr dar, sondern auch die »Unfähigkeit« der internationalen Gemeinschaft, auf die entschlossene Führung in Teheran einzuwirken. Sollte der Iran eines Tages eine Atombombe bauen, sei die Möglichkeit eines nuklearen Wettrüstens im Nahen Ostens »sehr, sehr real«, sagte Gates. Tatsächlich aber ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, das über Atomwaffen verfügt, dies jedoch nicht offen einräumt. Der Iran betreibt ein Atomprogramm, das nach Angaben der Regierung ausschli...

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