02.05.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Der Osten verarmt, vergreist und verdummt«

Gespräch miit Edgar Most über die Fehler und Tricksereien Honeckers, die Kolonialisierung der DDR und darüber, wer Treuhand-Chef Rohwedder ermordet haben könnte

Peter Wolter
Dr. Edgar Most war bis zum Ende der DDR Vizepräsident der Staatsbank. Die wurde nach dem Zusammenbruch der DDR von der Deutschen Bank übernommen, in der er seine Karriere als Direktor und Vorstandsmitglied fortsetzte.


Es ist jetzt fast 20 Jahre her, daß die Mauer fiel – Bundesregierung und angeschlossene Medien feiern in diesem Jahr den Zusammenbruch der DDR. Der sei unvermeidbar gewesen, heißt es, da der Staat pleite gewesen sei. Wie das? Bis zum Schluß wurden doch Löhne, Gehälter, Stipendien, Auslandsverbindlichkeiten etc. ohne Abstriche bezahlt.

Finanziell waren wir keineswegs bankrott, auch wenn es wirtschaftlich immer schwieriger wurde. Das Nationaleinkommen der DDR ist bis zum Schluß gewachsen – wenn auch nicht in dem Maße, wie geplant. Warum fragt eigentlich niemand, was nach der Wiedervereinigung aus den DDR-Schulden geworden ist? Die wurden nämlich aus dem eigenen Vermögen der DDR bezahlt! Das Geld kam zum Teil aus der Staatsba...


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