18.02.2009 / Ausland / Seite 7

Es geht um Frieden

Einigung zwischen Regierung und Taliban in Nordwestpakistan

Knut Mellenthin
Die »Einführung der Scharia«, also einer am Koran orientierten islamischen Rechtssprechung, in einem Teil Nordwestpakistans hat für aufgeregte, tendenziöse Meldungen in westlichen Mainstreammedien gesorgt. So kommentierte Matthias Gebauer am 16. Februar in Spiegel Online unter der Überschrift »Islamabad beugt sich den Taliban«: »Aufgerieben von der Gewalt der Militanten gegen Regierung und Armee ist Islamabad bereit, den Dschihadis weitgehende Zugeständnisse zu machen. (...) Das Abkommen, das in Wa­shington und Europa nicht gut ankommen wird, illustriert, wie bedroht die pakistanische Regierung mittlerweile im eigenen Land ist. Nach monatelangen Militäroperationen im Swat-Tal, einer unzugänglichen Bergregion im Nordwesten des Landes, kapituliert Islamabad endgültig. Anstatt die Taliban weiter zu bekämpfen, beugt sich der Staat um des Friedens Willen den Wünschen der Radikalen.«

Tatsächlich jedoch bestätigt das am Montag unterzeichnete Abkomme...

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