14.02.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Einen derartigen Verrat hatte es noch nicht gegeben«

Gespräch mit Giannis Rachotis über die Einladung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan nach Griechenland, seine Auslieferung an die Türkei vor zehn Jahren und seine jetzige Klage gegen Athen

Heike Schrader, Athen
Giannis Rachotis ist Rechtsanwalt in Athen und betreibt die Klage Abdullah Öcalans gegen Griechenland.

Die Arbeiterpartei Kurdistans PKK ist in Griechenland legal?

Nicht nur legal, in den Jahren bis 1999 gab es eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen der PKK und den staatlichen Behörden hier. Sowohl die regierende PASOK als auch andere fortschrittliche Organisationen halfen der PKK. Die Organisation hatte gute Kontakte mit den Staat und auch mit dem griechischen Geheimdienst.

Im Oktober 1998 besuchte Konstantinos Bantouvas, ein Abgeordneter der damals regierenden PASOK und ehemaliger Minister, Abdullah Öcalan in Syrien und versicherte ihm, daß Griechenland ihm politisches Asyl gewähren könne. Bereits am folgenden Tag, dem 9. Oktober 1998, brach Öcalan nach Griechenland auf. Aber anstatt ihn aufzunehmen wie Bantouvas versprochen hatte, eröffnete der Chef des griechischen Geheimdienstes EYP Öcalan am Athener Flughafen, daß ihm Griechenland kein Asyl gewähre...


Artikel-Länge: 16483 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe