08.01.2009 / Ansichten / Seite 8

Selbstverteidigung

Zivilisten als Zielobjekt

Werner Pirker
Der Beschuß von Rot-Kreuz-Wagen, Angriffe auf Schulen, Kindergärten und humanitäre UNO-Einrichtungen, die von den Gaza-Bewohnern als letzter Zufluchtsort genutzt werden: Das israelische Militär versucht erst gar nicht, den Eindruck zu erwecken, mit seinem Feldzug etwas anderes zu bezwecken, als die Zivilbevölkerung zu malträtieren und eine humanitäre Katastrophe herbeizuführen. Auf einem so dichtbesiedelten Territorium kann eine Unterscheidung zwischen bewaffneten Kämpfern und unbewaffneten Zivilisten gar nicht getroffen werden.

Und das lag auch nicht in der Absicht der Operation »Gegossenes Blei«. Das eigentliche Kriegsziel ist von Israels Premier Olmert unverhüllt zum Ausdruck gebracht worden. Demnach stellen zivile Opfer zwar eine unvermeidliche, aber keineswegs eine bedauernswerte Nebenerscheinung dieses Krieges dar. Die palästinensische Bevölkerung ist vielmehr bewußt zum Zielobjekt bestimmt worden. Mit Gewalt sol...

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