07.01.2009 / Ausland / Seite 6

Kriegslobby bittet zur Kasse

Sozialkürzungen und zunehmende Armut als Preis für Israels Kriegsmaschine

Raoul Rigault
Einen Krieg oder ein Massaker wie jetzt in Gaza muß man sich leisten können. Es ist nicht nur eine Frage der politischen und Militärstrategie, sondern auch der »Refinanzierung«. Der aufgeklärte Teil der israelischen Bourgeoisie macht sich darüber bereits Gedanken, wie die Tageszeitung Haaretz am Montag in mehreren Beiträgen unter Beweis stellte: »Die Eskalation des israelischen Feldzuges gegen die Hamas von Luftangriffen hin zu einer Bodeninvasion steigert nicht nur die Intensität der Kämpfe: die Kosten werden ebenfalls in die Höhe schnellen. Zu den Kosten für die Bomben und Flugzeugeinsätze kommen die Aufwendungen für den Einsatz von Panzern und Marine, die Munition und natürlich die Kosten für die Einberufung von Zehntausenden Reservisten in den aktiven Dienst.« Allein der Unterhalt für einen Reservisten betrage im Durchschnitt 450 Schekel (90 Euro) am Tag und darin seien die »militärischen« Kosten wie »Beköstigung« noch gar nicht enthalten.

Ebensowenig ...

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