20.12.2008 / Ausland / Seite 7

Folter in israelischer Haft

Freigelassene Palästinenser berichteten von brutalen Mißhandlungen

Mel Frykberg (IPS), Ramallah/Westjordanland
Israel feiert die Freilassung von 227 palästinensischen Häftlingen zu Beginn dieser Woche als »Geste des guten Willens«, hat sich mit der Teilamnestie allerdings auch einen Bärendienst erwiesen. Viele der vorzeitig Freigekommenen sind mit Foltervorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen und geben Kritikern neue Nahrung, die seit Jahren beklagen, daß es mit dem vermeintlichen Folterverbot in israelischen Haftanstalten nicht weit her ist.

Zudem »kostete« die Freilassung den israelischen Staat verhältnismäßig wenig. Die meisten der jetzt auf freien Fuß gesetzten Palästinenser sind Mitglieder der im Vergleich zur Hamas moderateren Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Zudem waren sie zu relativ kurzen Haftstrafen verurteilt worden und hatten einen Großteil ihrer Strafe bereits abgesessen. Ebenso waren viele der Freigelassenen zum Zeitpunkt der Inhaftierung minderjährig und kein einziger für einen Anschlag auf Israelis verurteilt gewesen. Abges...

Artikel-Länge: 4000 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe