03.11.2008 / Politisches Buch / Seite 15

Bushs Lügen

Ein Exstaatsanwalt veröffentlicht eine mögliche Anklageschrift wegen Mordes

Marcus Klöckner
Vincent Bugliosi ist wütend auf einen Präsidenten, der Amerika und die Welt belogen und getäuscht hat. Er hat Wut auf eine Regierung, die für den Tod von über 4000 US-amerikanischen Soldaten verantwortlich ist und den Tod von ungezählten Opfern in den Kriegen gegen den Irak und Afghanistan in Kauf genommen hat. Wut bestimmt sein Buch »Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush«. Doch der Verstand des wohl erfolgreichsten Staatsanwalts der USA, der von gut 100 Strafprozessen nur einen einzigen verloren hat und Ende der 60er Jahren für die Verurteilung des Satanisten Charles Manson sorgte, ist brillant, er läßt nicht zu, daß der Furor seinen Blick trübt. Im Gegenteil: Akribisch legt der US-Jurist dar, warum Bush wegen Mordes angeklagt werden muß. Nach US-Recht kann auch derjenige, der nicht direkt – also selbst – einen Mord begangen hat, aber durch sein Tun und Handeln dafür verantwortlich war, daß gemordet wurde, mit einem Mörder gleichgestellt werden. Das ...

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