11.08.2008 / Titel / Seite 1

Front gegen Moskau

Knut Mellenthin
Auch am dritten Kriegstag hielten georgische Streitkräfte noch Teile der Republik Südossetien besetzt, in die sie in der Nacht zum Freitag eingefallen waren. Während das Innenministerium in Tbilissi am Sonntag morgen einen Rückzug auf die Ausgangsstellungen vor Beginn der Aggression angekündigt hatte, sprach Temur Iakobaschwili, Staatsminister für Reintegration – das heißt, für die Rückgewinnung der abtrünnigen Republiken –, am Abend von einer »Umgruppierung« der georgischen Truppen. Sie sollten dadurch in »bessere Positionen« gebracht werden. »›Rückzug‹ oder ›Niederlage‹ sind nicht die richtigen Worte, um die Manöver der georgischen Kräfte zu beschreiben«, so Iakobaschwili.

Rußland hatte am Freitag offenbar nur mit zahlenmäßig schwachen Verbänden interveniert, um die Lage nicht unnötig zu verschärfen. So sprach das georgische Verteidigungsministe­rium zunächst nur von 2400 russischen Soldaten, im Laufe des Sonntags dann von 10000. In Zusammenarbeit mit de...

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