19.06.2008 / Inland / Seite 2

»Aufruf zur Blockade muß viele erreichen«

Nicht auf den Staat verlassen: Der Kampf gegen rechte Propaganda wird auf der Straße gewonnen. Ein Gespräch mit Wilfried Schmickler

Claudia Wangerin
Wilfried Schmickler ist Kabarettist, lebt in Köln und unterstützt den Aufruf zahlreicher Gruppen und Organisationen zur Blockade eines europaweiten Spitzentreffens rechter Demagogen, das für den 19. und 20. September in Köln-Deutz am Rheinufer geplant ist

Sie rufen als Kabarettist zur Blockade einer Großveranstaltung der extrem rechten »Bürgerbewegung pro Köln« mit dem Titel »Nein zur Islamisierung –Nein zur Kölner Großmoschee« auf. Warum sind Sie der Meinung, daß hier Satire als politisches Kampfmittel nicht mehr ausreicht?

Wir haben in Köln immer wieder die Erfahrung gemacht, daß Kampagnen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einen wesentlich größeren Mobilisierungserfolg erzielen, wenn Künstler und Medienschaffende mit den politischen Organisationen zusammenarbeiten. Außerdem gibt es durchaus Gelegenheiten, wo es nicht mehr ausreicht, sich auf die Bühne zu stellen und Witze zu machen. Der Aufruf für die Blockade muß möglichst viele Menschen...

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