14.06.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Kuba – das war auch die erste schwarze Revolution«

Gespräch mit Ahmat Dansokho. Über die soziale und politische Krise im Senegal, die Möglichkeit einer neuen Volksfrontpolitik, die Bedeutung der kubanischen Revolution und Begegnungen mit Che Guevara

Arnold Schölzel
Ahmat Dansokho ist Generalsekretär der Parti de l’Indépendence et du Travail (PIT), der Partei der Unabhängigkeit und Arbeit des Senegal. Er ist Bürgermeister der Stadt Kédougou, war Vizepräsident der senegalesischen Nationalversammlung und gehörte als Minister verschiedenen Kabinetten an.

Wegen der Explosion der Lebensmittelpreise im Senegal organisierte Ihre Partei zusammen mit anderen Oppositionsparteien Proteste in Dakar und anderen Städten gegen die Politik der Regierung von Präsident Abdoulaye Wade. Es kamen Tausende Demonstranten. Das hat es in Ihrem Land, das seit seiner Unabhängigkeit 1960 relativ stabile Verhältnisse hatte, seit vielen Jahren nicht gegeben. Welche Bedeutung haben die Proteste?

Die großen Demonstrationen sind vor allem das Resultat einer katastrophalen Politik, einer Zerstörung der Demokratie und Beseitigung der Transparenz von Wahlergebnissen. Es geht um eine im höchsten Maße ungerechte Regierungsführung, um Verschwendung ...

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