10.05.2008 / Geschichte / Seite 15

Folge des UN-Plans

Einen Tag nach der Ausrufung Israels beginnt der erste arabisch-israelische Krieg

Knut Mellenthin
Vor dem Hintergrund des Holocaust und angesichts von Hunderttausenden jüdischen Flüchtlingen in Europa schloß sich die UN-Vollversammlung am 29. November 1947 der Empfehlung einer Kommission an, Palästina in zwei Staaten zu teilen. Jerusalem mit Umgebung sollte als besondere Einheit zunächst von der UNO verwaltet werden.

Der jüdische Staat sollte fast 60 Prozent des Gebiets von Palästina einnehmen, obwohl zu diesem Zeitpunkt nur etwa ein Drittel der Einwohner Juden und kaum 15 Prozent des Landes in jüdischem Besitz waren. Dem UN-Plan zufolge wären auf den arabischen Staat 800000 Araber und 10000 Juden entfallen, auf den jüdischen Staat hingegen 500000 Juden und 325000 Araber. Die meisten von ihnen lebten in ausschließlich oder überwiegend arabischen Orten und Gebieten. Daß sie nicht freiwillig Bürger Israels werden wollten, stand fest. Ihre Einbeziehung in den jüdischen Staat konnte also nur mit militärischen Mitteln erzwungen werden.

Artikel-Länge: 7256 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe