12.04.2008 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der große Wandel

In den 50er Jahren erlebte der britische Journalist Alan Winnington den Aufbau eines modernen Gesundheitswesens in Tibet

Der Lebende Buddha Shivala, Direktor der Abteilung Kultur und Erziehung des Volksbefreiungskomitees, berichtete mir, daß es jetzt zehn neue Grundschulen mit 463 Schülern gibt. Früher konnten nur die Mönche lesen und schreiben, und für Laien gab es überhaupt keine Schulen.

Ein alltäglicher Anblick in Tschamdo sind ganze Gruppen von Mönchen, die in die Poliklinik des Volkskrankenhauses gehen. Dieses weiße Gebäude ist die beliebteste Neuerung in der Stadt. Es wurde 1952 mit einem hundert Ärzte und Pfleger starken medizinischen Personal als erstes modernes Krankenhaus von der Zentralregierung in Tibet eingerichtet. Anfangs kam allerdings kaum ein Patient in die Hütten aus ungebrannten Ziegelsteinen, in denen Kisten als Betten und Operationstische dienten.

Im allgemeinen glauben die Tibeter nicht, daß Krankenheiten, ja selbst Unfälle, natürliche Ursachen haben, sondern sie führen sie auf das Wirken böser Geister zurück. Kranke lassen Mönc...

Artikel-Länge: 4436 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe