03.03.2008 / Feuilleton / Seite 8

»Ein Park zur Erinnerung an die Kolonialgeschichte«

In Hamburg thematisieren Künstler deutsche Verantwortung für Sklavenhandel und die Ausbeutung Afrikas. Ein Gespräch mit Jokinen

Brigitta Huhnke
Jokinen (Künstlername) stammt aus Finnland und ist bildende Künstlerin

In der »wandsbektransformance« suchen Sie zusammen mit 18 anderen Künstlerinnen und Künstlern nach kolonialen Spuren im Stadtraum. Nun kommen die Ergebnisse ins Hamburger Kunsthaus. Warum spielen in dieser Beschäftigung mit dem kolonialen Erbe auch Denkmäler eine große Rolle?

Identitätsfragen sind immer auch künstlerische Fragen. Europäische Identität hat sich wesentlich in der ungleichen Begegnung mit dem Fremden gebildet. Alle westeuropäi­schen Nationen waren direkt oder indirekt an der Kolonisierung anderer Kontinente beteiligt. Als verdichtete Bilder erzeugen diese Denkmäler Mythen, indem sie koloniale Akteure und Ereignisse verklären und verherrlichen. Wir fragen: Was wird hier auf den Sockel gehoben? Welche Bedeutungen liegen unter der verwitterten Oberfläche? Welche politischen und künstlerischen Antworten finden wir heute?

Warum konzentrierten sich die künstlerischen Interve...


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