18.01.2008 / Thema / Seite 10

Kriegsgrund gesucht

George W. Bush verfolgt weiterhin einen aggressiven Kurs gegenüber Iran. Wieder einmal könnte ein Vorfall auf See den Vorwand für einen Angriff liefern

Knut Mellenthin
Von Station zu Station seiner Nahost-Tournee, die er am 9. Januar in Israel begann, hat Präsident George W. Bush seine aggressive Rhetorik gegen Iran gesteigert. Was ist bloß plötzlich in den Mann gefahren, mag sich manch einer gefragt haben, der sich noch an den Anfang Dezember veröffentlichten Bericht der US-Geheimdienste erinnert. Dort war in ungewöhnlich offenen und deutlichen Worten zugegeben worden, daß Iran nicht an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet. Das war hier und da voreilig als Entwarnung, zum Teil sogar als Putsch der kriegsunwilligen Dienste gegen ihren Chef interpretiert worden.

Bush hat seine Reise dazu benutzt, die Dinge wieder geradezurücken und manche Illusionen über eine Neuorientierung der US-Nahostpolitik zu demontieren. Besonders bemerkenswert war die Ansprache des Präsidenten an eine Gruppe von Journalisten vor seinem Treffen mit Saudi-König Abdullah am 15. Januar. Jeder weitere Flottenzwischenfall werde »ernste ...

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