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11.12.2007 / Inland / Seite 8

»Den Kolleginnen wird schon mal ein Diebstahl unterstellt«

Der Schlecker-Konzern versucht mit fast allen Mitteln, die Wahl von Betriebsräten zu verhindern. Ein Gespräch mit Sarah Bormann

Peter Wolter
* Sarah Bormann ist Autorin des ­Buches »Angriff auf die Mitbestimmung – ­Unternehmensstrategien gegen Betriebsräte – der Fall Schlecker«

Für Ihr Buch über den Schlecker-Konzern haben Sie bei Verkäuferinnen und Gewerkschaften recherchiert. Sie scheinen ziemlich entsetzt zu sein über das, was dabei herauskam ...

Ja! Es ist allgemein bekannt, daß Schlecker kein Freund von Gewerkschaften und Mitbestimmung ist. Das Ausmaß dessen, wie massiv die Gründung von Betriebsräten verhindert wird, hat mich allerdings doch erstaunt. Meine Studie kommt zu dem Ergebnis, daß in 40 Prozent aller Fälle, in denen es zur Gründung eines Wahlvorstandes kam, die Unternehmensleitung die Wahl verhindert hat. Das betrifft den Zeitraum von 2001 bis einschließlich August 2006.

Was macht Schlecker denn konkret, um die Bildung von Betriebsräten zu verhindern?

Zunächst ist das System der Unternehmensführung extrem hierarchisch, repressiv und gewerkschaftsfeindlich. Beschäftigte b...

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