24.11.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Historischer Fototermin

Keine Agenda, kein klares Ziel: George W. Bushs Nahostgipfel in Annapolis ist zum Scheitern verurteilt, bevor er begonnen hat

Uri Avnery
Die Annapolis-Konferenz ist ein Witz – ganz sicher aber kein lustiger. Wie eine Menge politischer Initiativen hat auch diese für kommende Woche anberaumte Veranstaltung mehr oder weniger zufällig begonnen. George W. Bush war dabei, eine Rede vorzubereiten. Er suchte nach einem Thema, das dieser ein wenig Substanz verleihen könnte. Etwas, das die Aufmerksamkeit von seinem Fiasko im Irak und Afghanistan ablenken würde. Etwas Einfaches, Optimistisches und etwas, das problemlos geschluckt würde. So kam irgendwie die Idee eines »Treffens« von führenden Politikern zustande, das den israelisch-palästinensischen »Prozeß« in Gang bringen könnte. Eine internationale Konferenz ist immer etwas Schönes – sie sieht im Fernsehen gut aus, sie liefert haufenweise Fototermine, sie strahlt Optimismus aus. Wir treffen uns, also sind wir.

So hat Bush die Idee eines »Treffens« ausgesprochen, um Frieden zwischen Israel und den Palästinensern zu fördern. Ohne vorausg...

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