08.10.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Kriegsdienst macht krank

Auslandseinsätze der Bundeswehr: Immer mehr Soldaten müssen nach ihrer Rückkehr in die Psychiatrie. Behandlungszentrum in Hamburg ausgebaut

Frank Brendle
Immer mehr Bundeswehrsoldaten kommen mit schweren psychischen Erkrankungen von Auslandseinsätzen zurück. »An Schlafen ist nicht zu denken: Jedem Auto, das vor seinem Schlafzimmerfenster die Straße passiert, schaut Hauptfeldwebel David H. nach. Aus dem Schlaf hochschrecken muß der 30jährige Gebirgsjäger dabei gar nicht. Denn nach seiner Rückkehr aus dem Kosovo-Einsatz ist für ihn nichts mehr wie zuvor und die nächtliche Ruhe vorbei.« So werden, auf der Homepage der Bundeswehr, die Symptome eines Soldaten beschrieben, der in der südserbischen Provinz in eine Schießerei verwickelt war.

684 Bundeswehrsoldaten sind bislang wegen Posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) behandelt worden. Das teilte die Bundesregierung im Februar dem Bundestagsabgeordneten Gert Winkelmeier mit. Das sind rund ein Prozent derjenigen, die zwischen 1996 und 2005 im Auslandseinsatz waren. Der Bundeswehrpsychiater Karl-Heinz Bisold geht aber von weit höheren Zahlen aus. Im Deutsch...

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