27.09.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

»Das Militär wird nicht in die Knie gehen«

Über die anhaltenden Mönchsproteste in Myanmar, die neue Verfassung und die Folgen der westlichen Blockadepolitik. Ein Gespräch mit Dr. Uta Gärtner

Rüdiger Göbel
Dr. Uta Gärtner ist Myanmaristin. Sie war bis Mai 2007 Mitarbeiterin im Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin


Täglich erreichen uns Bilder protestierender Mönche in Rangun. Demonstrieren sie in Myanmar, Burma oder Birma?

In Myanmar natürlich, denn das ist ihr Name, schriftlich belegt seit fast 1000 Jahren. »Burma« bzw. »Birma« ist von der umgangssprachlichen Varian­te »Bamar« abgeleitet und als Name mit der Kolonialherrschaft über das Land gekommen. Die Verwendung von Myanmar oder Burma bzw. Birma wird nicht selten als Sympathie mit der Regierung oder der Opposition ausgelegt. Ich halte solche Politisierung für falsch und benutze Myanmar, weil es der richtige Name ist.

Gegen wen oder was gehen die Mönche auf die Straße?

Anlaß des aktuellen Aufbegehrens war bekanntlich die Streichung der Subventionen für Kraftstoffe, die ohne Vorbereitung und Abfederung schlagartig am 15. August 2007 erfolgte und die ...


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