02.08.2007 / Ausland / Seite 6

An der Grenze gefangen

Zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sitzen Tausende Menschen in der Wüste fest. Trotz Dutzender Toter wird Palästinensern Einreise verweigert

Mohammed Omer, Rafah
Der Gazastreifen ist weiterhin isoliert. Seit die gewählte Hamas-Regierung die von Israel und den USA unterstützte Fatah-Miliz daran gehindert hat, das Gebiet militärisch einzunehmen, sind alle Grenzübergänge geschlossen. 1,5 Millionen Palästinenser sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Beobachter der EU wurden abgezogen. Schätzungsweise 8000 Palästinenser sind in Ägypten gestrandet, und einige Tausende warten auf der anderen Seite der Grenze darauf, Gaza zu verlassen. Selbst Schwerkranke, die in Ägypten oder Jordanien behandelt werden sollen, dürfen die Grenze nicht passieren. Zwar wurde zwei Gruppen von je mehreren hundert Personen die Einreise in den Gaza­streifen gewährt, aber Tausende blieben zurück. Unter strikter Kontrolle durch Israel riegeln Sicherheitskräfte der palästinensischen Verwaltung gemeinsam mit dem ägyptischen Militär die Grenze ab.

Die Zustände auf beiden Seiten der Demarkationslinie sind katastrophal. Unter der sengend...

Artikel-Länge: 4056 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe