05.03.2007 / Titel / Seite 1

Basteln an Atombomben

Rainer Rupp
Am Wochenende hat das US-Energieministerium die Entwicklung von neuen strategischen Wasserstoffbomben angekündigt. Damit wird der Nichtweiterverbreitungsvertrag von Atomwaffen (NPT) verletzt. Während die Bush-Administration Iran ständig diesen Vertrag vorhält und sogar mit Krieg droht, obwohl Iran keine Atomwaffen entwickelt und lediglich von seinem im NPT verbrieften Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie Gebrauch macht, verstößt sie auf flagrante Weise selbst gegen den Atomwaffensperrvertrag. Der NPT, der seit 1970 in Kraft ist, ist in erster Linie ein Abkommen zwischen Atomwaffen- und Nichtatomwaffenstaaten. Die seinerzeit fünf Atomwaffen besitzenden Staaten haben sich darin verpflichtet, die nuklearen Massenvernichtungswaffen schrittweise zu reduzieren und dann ganz abzuschaffen. Im Gegenzug dazu haben sich die Staaten ohne Atomwaffen verpflichtet, keine zu entwickeln. Dafür haben sie das Recht auf die Entwicklung von Atomkraft z...

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