08.02.2007 / Inland / Seite 2

»Verantwortung wird auf uns abgewälzt«

Trotz »Gesundheitsreform« bleiben etwa eine Million Illegalisierte in Deutschland ohne medizinische Versorgung. Ein Gespräch mit Burkhard Bartholome

Kathrin Hedtke
Der Arzt Dr. Burkhard Bartholome ist aktiv im Büro für medizinische Flüchtlingshilfe in Berlin.

Im Zuge der »Gesundheitsreform« wird eine allgemeine Versicherungspflicht eingeführt. Doch davon ausgeschlossen sind schätzungsweise eine Million Menschen, die illegal in Deutschland leben. Wie kommt es, daß sie in der öffentlichen Debatte keine Rolle spielen?

Das gilt nicht nur für die Gesundheitsreform. Auch sonst werden diese Menschen nicht beachtet. Zum ersten Mal wurden sie in der Bundespolitik erwähnt, als im Koalitionsvertrag von Union und SPD ein Prüfauftrag zum rechtlichen Umgang mit Menschen ohne Papiere eingefügt wurde. Doch bisher ist nicht viel passiert.

Welche Möglichkeiten der medizinischen Versorgung gibt es für Menschen, die illegal in Deutschland leben?

Auf dem Papier haben diese Menschen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Das gilt auch für sich widerrechtlich in Deutschland aufhaltende Personen...

Artikel-Länge: 3946 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe