31.01.2007 / Feuilleton / Seite 13

Nicht repräsentativ

Ein Gespräch mit der feministischen Filmemacherin Helke Sander anläßlich ihres heutigen 70. Geburtstags

Halina Bendkowski
Helke Sander gilt als die Pionierin der Frauenbewegung und des Films und war ihrer Zeit politisch und künstlerisch stets weit voraus. Sie hinterfragte gesellschaftliche Strukturen und politische Visionen konsequent aus der Sicht von Frauen und Kindern und fühlt sich diesem Prinzip bis heute verpflichtet. Mit Themen wie der Doppelbelastung der Frau, den Widersprüchen zwischen politischem Bewußtsein und persönlichem Handeln, vor allem der lange verschwiegenen Geschichte von Vergewaltigungen am Ende des Zweiten Weltkriegs erntete die unbequeme Filmemacherin sowohl begeisterte Zustimmung wie auch empörte Kritik. Mit radikal unkonventionellen Filmen wie »Redupers, die allseits reduzierte Persönlichkeit« (1977) oder »BeFReier und BeFreite« (1992) entwickelte sie eine neue, experimentelle Filmsprache.

Worüber regen Sie sich zur Zeit am meisten auf?

Mich stört zunehmend die Art und Weise, in der sich die Kirchen als moralische Instanz präsentieren und dabei...

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