16.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Zurück in einer Steinwüste

Beirut: Schock über die von Israel angerichteten Zerstörungen

Karin Leukefeld, Beirut
Fünfzehn Jahre haben Mirvat und Mona Balkis mit ihren Eltern in Hret Hraik, einem südlichen Vorort von Beirut gelebt. Ein Teil der Familie arbeitet in den Emiraten, erzählt Mirvat. Seit Dezember wartet die 27jährige auf ein Visum für Deutschland, um zu ihrem Verlobten zu reisen. Seit einem Jahr sind sie sich versprochen, Mirvat hat sogar ihre Arbeit in einer Versicherungsfirma dafür aufgegeben. Als am 13. Juli die ersten Bomben in Hret Hraik einschlugen, packte die Familie einige Kleinigkeiten zusammen und floh zu Verwandten in einem benachbarten Stadtviertel. Zwei, drei Tage könnte es dauern, dachten sie, doch der Krieg hörte nicht auf. Sehnsüchtig warteten sie auf den Tag der Waffenruhe, der im UN-Sicherheitsrat endlich für den 14. August ausgehandelt worden war. Einen Tag zuvor aber waren die Angriffe in den südlichen Vororten Beiruts so heftig wie noch nie. 20 Bomben israelischer Kampfjets und Kriegsschiffe schlugen ein, die Erschütterungen waren in d...

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