11.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Hilfe im Flüchtlingslager

Israels Invasion im Südlibanon zwingt Hunderttausende zur Massenflucht

Karin Leukefeld, Burj Al Barajneh
In einer schmalen Nebenstraße, nahe der Arabischen Universität von Beirut, liegt das Büro von Najdeh, einer Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge im Libanon. Seit Kriegsbeginn wird hier Nothilfe für vertriebene Familien aus dem Süden koordiniert. Zusammen mit lokalen Hilfsorganisationen verteilt Najdeh Nahrungsmittel, Matratzen, Kleidung und Putzmittel an Familien, die bei Verwandten oder Bekannten in einem der palästinensischen Flüchtlingslager in Beirut, Tripoli, Sidon oder Tyrus Zuflucht gefunden haben. 1968 Familien habe man bisher registriert, sagt Leila El-Ali, die Leiterin von Najdeh in Beirut. Das seien 9688 Personen, 944 davon Kinder. 850 der Flüchtlingsfamilien seien libanesisch, 1112 Familien palästinensisch, und sechs der Familien kämen aus Syrien, dem Irak und Ägypten, erläutert sie. Ihre Kollegin Sana ist zuständig für die Koordination der Arbeit im Lager Burj Al Barajneh (Turm von Barajneh), im Süden Beiruts. Das Lager entstand...

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